Welche bayerischen Volksfeste gibt es?

Bierzelte, Fahrgeschäfte und gebrannte Mandeln – Volksfeste sind immer eine Riesengaudi. Wie gut, dass es in Bayern gleich mehrere davon gibt, denn grundsätzlich hat man von München bis Würzburg immer was zum Feiern. Hier ein Überblick über die bayerischen Volksfeste und wann sie stattfinden.


Volksfeste Karussel


• Volksfeste in Nürnberg: In Nürnberg wird mit dem Frühlingsfest im April und dem Herbstvolksfest Ende August gleich zweimal am Dutzendteich gefeiert. Die Volksfeste in Nürnberg gelten als die saubersten und sichersten der ganzen Region.

• Augsburger Plärrer: Auch in Augsburg ist im Frühjahr und Spätsommer zweimal im Jahr Plärrer-Zeit. Rund eine Million Besucher tummeln sich dann zwei Wochen auf dem kleinen Exerzierplatz.

• Regensburger Dult: Mit der Maidult und der Herbstdult von Ende August bis Mitte September lädt Regensburg für jeweils knapp drei Wochen zu Volksfest, Markt und Veranstaltungen ein. Die Tradition reicht sogar bis ins Spätmittelalter zurück.

• Erlanger Bergkirchweih: In Franken wird die Bergkirchweih einfach nur „Berch“ genannt. Ab dem Donnerstag vor Pfingsten ist dann für zwölf Tage Ausnahmezustand in Erlangen. Zelte gibt es keine, dafür schmeckt das Bier unter freiem Himmel.

• Würzburger Kiliani-Volksfest: Das Kiliani-Volksfest ist das größte in Unterfranken und lockt im Juli die Einheimischen aufs Talavera-Gelände in Zellerau. Das Fest wird zwei Wochen lang zu Ehren des heiligen Kilian gefeiert, dem Schutzpatron der Stadt.

• Gäubodenfest in Straubing: Im August bietet das Gäubodenvolksfest in Straubing elf Tage lang Kirmes mit Landwirtschaftsschau. Volksfest-Fans wissen: Nach dem Gäubodenfest ist das Oktoberfest nicht mehr weit! Tatsächlich sind beide ähnlich alt: Während das erste Oktoberfest 1810 gefeiert wurde, startete die Tradition des Gäubodenfestes nur zwei Jahre später, nämlich 1812.

• Herbstfest Erding: Zwischen Ende August und Anfang September wird in Erding zehn Tage lang das Herbstfest gefeiert. Die zwei ortsansässigen Brauereien schenken dann in zwei Festzelten aus, es gibt Weißbier und Helles.

• Rosenheimer Herbstfest: Ende August bis Mitte September findet in Rosenheim „die sympathische Wiesn“ statt – ein kleiner Seitenhieb auf das touristische Münchner Oktoberfest. Denn auch das Rosenheimer Herbstfest hat seinen Spitznamen von einer Wiese, nämlich der Loretowiese.

• Gillamoos in Abensberg: Der älteste Jahrmarkt in Bayern ist der Gillamoos in Abensberg, der die fünf Tage rund um den ersten September-Sonntag gefeiert wird. Neben den traditionellen Veranstaltungen ist der Gillamoos für den politischen Frühschoppen bekannt, der immer am Montag abgehalten wird.

• Oktoberfest in München: Das Highlight des Volksfestjahres findet von Mitte September bis zum ersten Sonntag im Oktober statt: das Oktoberfest. Dann treffen sich rund sechs Millionen Menschen aus der ganzen Welt auf der Theresienwiese.

• Fürther Kärwa: Die Michaeliskirchweih in Fürth gehört zu den ältesten Volksfesten in Bayern. Schon im Jahr 1100 trafen sich die Menschen in der Innenstadt zum Feiern. Heutzutage beginnt die Kärwa Ende September und dauert zwölf Tage.

Was sind die größten Volksfeste in Bayern?

Das größte Volksfest in Bayern und sogar der ganzen Welt ist natürlich das Oktoberfest. Mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von sechs Millionen erfreut sich die Wiesn in München allergrößter Beliebtheit und hängt die anderen bayerischen Volksfeste weit ab.

Mit immerhin zwei Millionen Besuchern reihen sich die Nürnberger Volksfeste dahinter ein. Auch das Straubinger Gäubodenfest zählt mit über einer Million Besuchern zu den größten Volksfesten Bayerns, ebenso wie der Augsburger Plärrer, das Kiliani-Volksfest in Würzburg, die Regensburger Dult und die Fürther Kärwa.